Neubau

Der Weg zum neuen Feuerwehrhaus:

1994

Erste Platzprobleme

Im Laufe der Zeit zeigt sich immer mehr, dass das noch als eines der "modernsten Gerätehäuser Unterfrankens" im Jahr 1966 eingeweihte Gerätehaus nicht mehr ausreichend Platz bietet. Bereits Ende der 80iger beginnen erste Erweiterungsmaßnahmen in Form des Anbaus einer weiteren Halle. Nach und Nach kommen weitere STellplätze hinzu und es finden Modernierungsmaßnahmen statt.

Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass mittelfristig über einen Neubau an anderer Stelle nachgedacht werden muss, da die Erweiterungsmöglichkeiten um das aktuelle Gerätehaus ausgeschöpft sind.

2010

Neubau statt Anbau

Im Zuge des Rückbaues der ehemaligen Kauppenbrücke wurde der Gemeinde die Fläche unter dem Brückenbauwerk zugesichert. Seitens der Feuerwehr wurde daraufhin eine Machbarkeitsstudie für einen Gerätehausneubau an dieser Stelle initiert.

Das Planungsbüro BauTec konzipierte einen Neubau für ingesamt 13 Einsatzfahrzeugen und den dazugehörigen Funktionsräumen und entwickelte einen ersten Gestaltungsentwurf für das Außengelände. Hier wurden die Baukosten auf ca. 3 Millionen Euro geschätzt - die Finanzlage der Gemeinde ließ dies jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht zu.

Januar 2018

Neubau unumgänglich

Die Feuerwehr ist laut aktuellem Bedarfsplan gut aufgestellt, das Feuerwehrhaus hat aber gravierende Mängel und reicht den Anforderungen nicht mehr aus.

Ein Neubau - wie geplant am Standort "Am Knückel" - ist also unumgänglich. Bis es allerdings soweit ist, muss eine Übergangslösung geschaffen werden sowie die Frage der Finanzierung sowie Nachnutzung des alten Hauses (erneut) geprüft werden.

Dezember 2019

Start des Vergabeverfahrens

Nach langen Planungen und intensiver Vorarbeit wurde im Dezember 2019 das VgV-Verfahren für den Neubau des Feuerwehrhauses eröffnet. Damit wurde ein wichtiger formeller Schritt eingeleitet, um geeignete Planungsbüros für die weitere Umsetzung des Projekts zu finden.

Oktober 2020

Verfahren abgeschlossen

Am 12.05.2020 wurde der Planungsauftrag von Seiten der Gemeinde Waldaschaff für unser neues Feuerwehrgerätehaus endlich vergeben: Ein Architekturbüro aus Darmstadt hatte sich im vorausgegangenen VGV - Verfahren gegen den weiteren Mitbewerber durchsetzen können.

Im Anschluss wurde ein Konzept (Anzahl der Stellplätze, Lage auf dem Grundstück, Flächen nach DIN 14 092 etc.) festgelegt, welches zusammen mit dem Bauauschuß, einem ausgewählten Kreise an Kameradinnen und Kameraden, welche bereit waren sich darin einzubringen, an das Wesentlichen: die Detailplanung.

Auch der "Bauausschuss" der Feuerwehr zusammen mit der Kommandantschaft der Wehr, Bürgermeister, Vertretern aus dem Gemeinderat, einem von der Gemeinde beauftragten Projektmanager und den zuständigen Architekten und Planer von Lengfeld & Wilisch traf sich um unter anderem verschiedene Varianten von möglichen Bauten zu besprechen und einen Entwurf detaillierter auzuarbeiten.

2021

Projekt "Neubau" nimmt wieder Fahrt auf

Der Gemeinderat beschäftigte sich nun wieder intensiver mit dem Neubau. Bürgermeister Grimm sprach damals von geschätzten Kosten von rund 6,8 Millionen Euro. Das Gebäude wurde von ihm als funktionaler "Zweckbau ohne Firlefanz" beschrieben.

Juli 2022

Es geht voran

Auch wenn es nach außen wahrscheinlich eher so erscheint, dass das Projekt eingestellt wurde, hat sich doch einiges getan.

Der avisierte Spatenstich zum Herbst 2021 war aufgrund notwendiger Umplanungen des Gebäudes nicht möglich. Die geotechnische Herausforderungen sowie die gemachten Erfahrungen aus den Hochwassern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Jahr 2021 erforderten ein generelles Umdenken in der Ausgestaltung des neuen Gerätehauses.

So sehen beispielsweise die neuen Planungen anstatt eines Tiefgeschosses nun ein Obergeschoss vor.

Oktober 2022

Projekt (wieder) eingestellt

Das Projekt liegt vorerst (wieder) auf Eis. Aufgrund massiv gestiegener Baukosten und Zinsen - durch den Ukraine-Krieg - ist das Projekt in der geplanten Form zunächst nicht finanzierbar. Dies war praktisch der große "Baustopp" kurz vor dem Ziel.

Juli 2023

Suche nach Alternativen

Die Gemeinde und Feuerwehr prüften alternative Wege, um den dringend benötigten Neubau des Feuerwehrhauses realisieren zu können. Ein Einstellen des Vorhabens ist keine Option, da der Neubau für einen sicheren und leistungsfähigen Feuerwehrbetrieb zwingend erforderlich ist.

2024

Abstimmungen mit Behörden und Ministerium

Im Jahr 2023 fanden zahlreiche Gespräche mit der Regierung von Unterfranken und dem Bayerischen Innenministerium statt. Ziel war es, die Notwendigkeit des Neubaus nochmals umfassend darzulegen, offene Fragen zu klären und die zuständigen Stellen von der Bedeutung des Projekts und der Art der Umsetzung zu überzeugen.

Mai 2025

Ausschreibungsphase

Der Gemeinde Waldaschaff erhielt die Zustimmung für eine sogenannte funktionale Ausschreibung an einen Totalunternehmer. Das bedeutete: Keine klassische Einzelvergabe der Gewerke - stattdessen ein Gesamtauftrag an einen Totalunternehmer.

Die europaweiten Ausschreibung startet noch im gleichen Monat.

Dezember 2025

Die Vergabe für den Bau

Nachdem erhebliche, allgemeine Kostensteigerungen – unter anderem aufgrund der politischen Entwicklung in Europa – eine Finanzierung des ersten Architektenentwurfs 2021 für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses unmöglich machten, wurde mit allen Beteiligten intensiv nach neuen Lösungen gesucht.

Nach enormen Vorarbeiten und vielen Diskussionen in den vergangenen Monaten wurde nun in Absprache mit den zuständigen Genehmigungsbehörden und Zuschussgebern ein zweistufiges Vergabeverfahren für einen sogenannten Totalunternehmer für den Feuerwehrhausneubau in Industriebauweise auf den Weg gebracht: Ein Totalunternehmer ist ein Bauunternehmen, das die Gesamtverantwortung für ein Bauprojekt übernimmt – von der ersten Planung (Entwurf, Genehmigung) bis zur schlüsselfertigen Ausführung und Übergabe an den Bauherrn.

In den vergangenen Tagen hat die Gemeinde Waldaschaff der Firma Gabriel Dressler aus Aschaffenburg den Auftrag als Totalunternehmer für das neue Feuerwehrhaus in Waldaschaff auf Grundlage eines vorgelegten Entwurfs mit einem Pauschalangebot vergeben.
Das Angebot des Totalunternehmers liegt durch Nutzung der Industriebauweise mit einem sehr hohen Vorfertigungsgrad nun deutlich (ca. 6 Mio. € Auftragssumme) unter der Kostenschätzung des ersten Architektenentwurfs.

In der von der Firma Dressler eingereichten Angebotsplanung wurden nicht nur sehr gute Ideen eingebracht, sondern auch alle Vorgaben der Leistungsbeschreibung vollumfänglich umgesetzt. Damit kommt ein renommiertes, lokales Aschaffenburger Bauunternehmen zum Zuge, das sich durch fachliche Kompetenz und Ortsnähe auszeichnet. Kurze Wege, eigene Produktionsstätten im Landkreis und ein motiviertes Team sind dabei nur einige Punkte, die für sich sprechen.

In der ersten von zwei Auftragsstufen soll die Erstellung einer genehmigungsfähigen Entwurfsplanung im 1. Quartal 2026 erfolgen. Direkt nach der Freigabe durch die Genehmigungsbehörden soll die zweite Stufe mit der Errichtung eines Feuerwehrhauses mit 13 Stellplätzen beginnen und aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2027 abgeschlossen sein.

Februar 2026

Planungsgespräche

Es fanden weitere Planungsgespräche mit den Fachplanern für Elektro- und Sanitärtechnik, dem Architekturbüro sowie dem Totalunternehmer, der Firma Dreßler, statt. Dabei wurden die Vorgaben des Leistungsverzeichnisses konkret abgestimmt, Anforderungen geprüft und weitere Optimierungen für die Umsetzung des Neubaus besprochen.

Juni 2026

Der Bau beginnt

Noch in diesem Monat sollen die Arbeiten durch die Firma Dreßler mit den Baumaßnahmen "am Knückel" beginnen - der Spatenstich wird am 10.07. um 13 Uhr durchgeführt. Nun steht dem Neubau nichts mehr im Wege.